DIE BOTANIK
Die Ursprünge der Linde reichen ungefähr 50 Millionen Jahre zurück. Dank eines fossilen Bodenfundes in Aix-en-Provence konnte man das Urbild einer Linde aus dem geologischen Zeitalter des Tertiär rekonstruieren.
Tanzlinde - Macon (Belgium)
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Der Name „Linde“ leitet sich von „tilos“, dem griechischen Wort für Lindenbast, ab. Der Bast umhüllt das weiße Splintholz und ist eine der drei Schichten, die die Rinde des Baumes bilden; in seinem pflanzlichen Gewebe befindet sich der Saft.
Zu allen Zeiten haben die Menschen mit den Fasern der Lindenrinde Schnüre, Seile, Gewebe für Bekleidung, Schuhwerk und Körbe hergestellt ... Bei den Römern wurde die Linde „tilia“ genannt, und 1735 die Gattung von Linné in seiner „Systema Naturae“ bestimmt.
Die Linde gehört zur Familie der Malvengewächse und ist in allen europäischen Gebieten in fünf Arten anzutreffen: Die Tilia Cordata, auch „kleinblättrige Linde“ genannt, die Tilia Platyphyllos oder „großblättrige Linde“ oder der „gewöhnliche“ Sprößling der beiden, die Tilia Tomentosa oder „Silberlinde“.

Die Linde ist der Doyen der europäischen Bäume und der an Höhe und Umfang größte von ihnen. Früher dominierte sie in vielen Wäldern und bildete mit ihren Blättern einen süßen Humus von großer Fruchtbarkeit für das Erdreich. Ihren geraden Wuchs verdankt sie ihrer unverwüstlichen Baumkrone.
Der Stamm der Linde ist gerade, die glatte Borke wird nach dem 20. Lebensjahr, dem Ende der Jugendzeit, leicht rissig. Je nach ihrem Umfang kann die Krone konisch, oval oder eiförmig sein. Ideal für unsere Tanzlinden ist eine ausladende Pyramidenform. Die unteren Äste breiten sich dabei horizontal aus und verbinden sich mehr und mehr nach oben. Die Äste tragen auf jeder Seite wechselständig feine Stiele und einfache herzförmige Blätter.

 
Zeichnungen und Graphik : Pierre Albuisson
Konzeptberatung und Web Design: www.myartdesign.fr