Sehr alte Tanzlinde von Birnfeld (Deutschland)
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Unsere Tanzlinde verbindet durch ihre Langlebigkeit die Epochen und die Generationen; sie ist das Band zwischen der Geschichte, der vergänglichen Zeit und den Festen; sie versöhnt Natur und Kultur. Sie öffnet die Tür zu den Räumen eines neuen naturbezogenen Humanismus als Antwort auf das große ökologische Erwachen unserer Zeit.

Das Lindenblatt steht durch seine Form mit dem Herzen und dessen ganzer Symbolik in Beziehung und drückt so die Verbindung zwischen Liebe, Treue und Gerechtigkeit aus. Die Linde ist der "Baum der Liebe".
Als "Baum der Frau" kommt der Linde oft eine wichtige Rolle in den Mythen, den Erzählungen und den Sagen sowie im Brauchtum der Völker zu, und ihre Volkstümlichkeit ist legendär. So werden in der Legende von Philemon und Baucis er in eine Eiche und sie in eine Linde als Symbole der ewigen Gattenliebe verwandelt.

Die Linde steht in Beziehung zur skandinavischen Göttin Freya, die die Liebe entflammt, und zur Göttin der Medizin, Frigga, welche die Ehe schützt und die Liebenden in Treue verbindet. Die Mutter des Zentauren Chiron, die den Menschen die Medizin lehrte, heißt Philyra, was im Griechischen "Linde" bedeutet. Dieser Baum, dessen Bast für die Herstellung von Textilfasern und Seilen verwendet wird, ist in diesem Sinne der "Baum der Verbindungen" für die Gemeinschaften und die Individuen. Die Bestandteile seiner Borke, seiner Blätter und seiner Blüten finden Eingang in die Herstellung vieler medizinischer Heilmittel und machen aus unserer Linde den König der "Medizinbäume".
Im Epos "Ring des Nibelungen" trägt die Mutter des Helden Siegfried den Namen Sieglinde, was man als "Linde des Sieges" oder einfach als "Dame der Linde"übersetzen kann.
Zeichnungen und Graphik : Pierre Albuisson
Konzeptberatung und Web Design: www.myartdesign.fr