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Der
Wuchs der Äste läßt sich leicht formen. Die
Linde blüht ungefähr zu ihrem siebten Lebensjahr,
abhängig vom Klima, im Juni oder im Juli. Die zwittrigen
Blüten besitzen vier oder fünf Kelchblätter
und weingelbe, stark duftende und äußerst nahrhafte
Blütenblätter, weswegen sie für Bienen eine
herrlichen Nektar abgeben. Der Ruhm des Lindenblütentees
kommt daher nicht von ungefähr.
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Die
Frucht ist eine kleine Kugel mit mehreren Körnern und
öffnet sich nicht. Nach der Ernte müssen die Körner
ausgebreitet werden und bis zu 20 Monate trocknen. Danach
werden sie halbkreisförmig, bevorzugt in Nordrichtung,
in lockeren Boden ausgesät. Das Versetzen geschieht
im Frühling. Die Waldlinde und die holländische
Linde vermehren sich durch Selbstaussaat. Bei der silberblättrigen
Linde ist das Pfropfen die am häufigsten angewandte
Vermehrungsmethode. Der Vorgang des Pfropfens bei der holländischen
Linde ist folgender: In die Rinde und auf „englische
Art“ wird im März/April gepfropft, in die Krone
von April bis Mai, in den Zweig unter die Rinde im Juli
und August, und okuliert wird im Juli. Man vermehrt die
Linde auch durch das Einlegen eines Reises.
Das Holz der Linde ist hell; das junge Holz des Stammes
und der Zweige unterscheidet sich nicht vom Kern. Das Lindenholz
bekommt keine Risse, Spalten und Wurmgänge und dient
so zur Herstellung zahlreicher Gegenstände. Bildhauer,
Drechsler, Ebenisten, Marinezimmerleute – die Liste
derer, die es noch heute benutzen, ist sehr lang.
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Die
Arten, die für unsere Tanzlinde in Frage kommen, sind
die Tilia Platyphyllos (großblättrige Linde) und
die Tilia Intermedia oder Europaea (holländische Linde). |
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